Deltaband (Sprunggelenk)
Also called: Deltabandkomplex, Innenband des Sprunggelenks, Ligamentum deltoideum, inneres Sprunggelenksband, medialer Bandkomplex, mediales Seitenband des Sprunggelenks
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Was es bedeutet
Das Deltaband ist ein dickes, dreieckiges Band aus festem Gewebe an der Innenseite (medial) des Sprunggelenks. Es fächert sich vom knöchernen Vorsprung an der Innenseite des Sprunggelenks, dem Innenknöchel, hinunter zu mehreren Fußknochen auf, darunter dem Sprungbein, dem Kahnbein und dem Fersenbein. Da es tatsächlich aus mehreren Schichten und einzelnen Faserbündeln besteht, die zusammenwirken, wird es manchmal eher als Bandkomplex denn als einzelnes Band bezeichnet. Seine Aufgabe ist es, das Sprunggelenk an seiner Innenseite stabil zu halten und zu verhindern, dass der Fuß zu weit unter dem Schienbein nach innen einknickt.
Warum es im CT- oder MRT-Bericht auftaucht
Das Deltaband gehört zur normalen Anatomie und wird deshalb immer dann benannt, wenn ein Radiologe die Innenseite des Sprunggelenks beschreibt, unabhängig davon, ob es unauffällig erscheint oder eine Veränderung wie Verdickung, Zerrung, Teil- oder vollständigen Riss zeigt. Das MRT eignet sich dafür am besten, da es Weichgewebedetails zeigt, die Röntgen und CT nicht erfassen können. Es wird außerdem immer dann genau beurteilt, wenn ein Sprunggelenksbruch oder eine hohe Sprunggelenksverstauchung vorliegt, da eine Verletzung des Deltabands häufig zusammen mit diesen Problemen auftritt und die gesamte Behandlung des Sprunggelenks beeinflussen kann.
Was es normalerweise bedeutet
Für sich genommen kennzeichnet die Bezeichnung Deltaband lediglich diesen anatomischen Bereich des Sprunggelenks und weist nicht auf ein Problem hin. Wird im Befund eine Verletzung hier beschrieben, ist dies meist Folge eines Umknickens oder Verdrehens des Sprunggelenks, am häufigsten nach außen (Eversion), wodurch das Band an der Innenseite gedehnt oder gerissen wird. Im Vergleich zu den Bändern an der Außenseite des Sprunggelenks, die weitaus häufiger verletzt werden, sind Deltaband-Verstauchungen seltener, werden aber meist ernst genommen, da das Band eine wichtige Rolle für die korrekte Ausrichtung des Sprunggelenks spielt. Viele Verstauchungen, von leichter Dehnung bis zu Teilrissen, heilen mit konservativer Behandlung wie Schonung, Bandage und Physiotherapie gut aus. Ausgeprägtere Risse, besonders in Verbindung mit einem Knochenbruch oder einem instabilen Sprunggelenk, benötigen manchmal eine operative Versorgung, um die Stabilität wiederherzustellen.
Wann eine Abklärung sinnvoll ist
Die Bezeichnung allein erfordert keine Maßnahme; entscheidend ist, wie sie zusammen mit Ihren Beschwerden beschrieben wird. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn nach einer Verdrehung des Sprunggelenks Schmerzen, Schwellung oder Blutergüsse an der Innenseite auftreten, das Sprunggelenk instabil wirkt oder nachgibt, oder wenn Sie es nicht belasten können. Anhand der Untersuchung und gegebenenfalls der Bildgebung wird beurteilt, ob Bandage und Physiotherapie ausreichen oder eine fachärztliche Einschätzung zu einer möglichen Operation nötig ist, besonders wenn zusätzlich ein Knochenbruch vorliegt.
Ein anschauliches Bild
Stellen Sie sich einen kleinen, robusten Fächer aus Spanndrähten vor, der die Innenseite Ihres Sprunggelenks am darunterliegenden Fuß verankert und diese Seite des Gelenks davor bewahrt, nach innen einzuknicken. Verdrehen Sie Ihr Sprunggelenk stark genug in die falsche Richtung, können diese Drähte sich dehnen oder ausfransen, sodass sich die Innenseite des Sprunggelenks locker oder schmerzhaft anfühlt, besonders beim Abstoßen oder Richtungswechsel.
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