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Koronararterienverkalkung

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Also called: Agatston-Score, Herzverkalkung, Kalk in den Herzarterien, Kalzium-Score Herzkranzgefäße, Koronarkalk, verkalkte Koronarplaque

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Was es bedeutet

Die Herzkranzgefäße sind die kleinen Arterien, die das Herz umschließen und mit Blut versorgen. Über Jahre hinweg können sich in ihren Wänden fetthaltige Ablagerungen bilden, ein Vorgang, den man Arteriosklerose nennt. Mit der Zeit verhärten sich diese Ablagerungen häufig und lagern Kalk ein. Dieser Kalk ist im CT gut zu erkennen, da er Röntgenstrahlen stärker abschwächt als Weichgewebe und sich deshalb als helle, weiße Punkte oder Streifen entlang des Gefäßverlaufs darstellt. Die Koronarverkalkung misst dabei nicht die Ablagerung selbst, sondern den darin enthaltenen Kalk – ein Stellvertreterwert dafür, wie ausgeprägt die Arteriosklerose insgesamt ist.

Warum es im CT- oder MRT-Bericht auftaucht

Da das Herz mitten im Brustkorb liegt, ist Koronarkalk oft auf CT-Aufnahmen zu sehen, die aus ganz anderen Gründen angefertigt wurden, etwa zur Abklärung von Husten oder zur Beurteilung der Lunge. Radiologen erwähnen ihn dann als Zufallsbefund. Soll der Kalk gezielt gemessen werden, kommt eine spezielle niedrig dosierte CT-Untersuchung zum Einsatz, deren Ergebnis als eine einzige Kennzahl angegeben wird, der Agatston-Score, berechnet aus Menge, Dichte und Fläche des Kalks in allen Herzkranzgefäßen. Der Befund beschreibt in der Regel die Lage (welches Gefäß), das Ausmaß (gering, mäßig, ausgeprägt) und, falls eine Score-Berechnung erfolgte, den Zahlenwert selbst.

Was es normalerweise bedeutet

Ein Kalk-Score von null spricht für eine sehr geringe Wahrscheinlichkeit einer bedeutsamen koronaren Herzerkrankung und ein niedriges kurzfristiges Herz-Kreislauf-Risiko. Mit steigendem Score nimmt die geschätzte Menge an Ablagerungen und damit das kardiovaskuläre Risiko zu, wobei der Wert eher die Gesamtbelastung widerspiegelt als ein Ereignis an einem bestimmten Tag vorherzusagen. Koronarkalk ist mit zunehmendem Alter verbreitet, und ein Befund bedeutet nicht, dass ein Herzinfarkt unmittelbar bevorsteht. Er wird zusammen mit den klassischen Risikofaktoren – Blutdruck, Cholesterin, Rauchen, Diabetes und familiäre Vorbelastung – herangezogen, um zu entscheiden, wie konsequent diese behandelt werden sollten. Viele Menschen mit einem leichten bis mäßigen Score erhalten lediglich den Rat, Lebensstil oder Medikation anzupassen, ohne dass ein dringlicher Eingriff nötig wird.

Wann eine Abklärung sinnvoll ist

Besprechen Sie den Befund mit Ihrem Hausarzt oder einem Kardiologen, der den Kalk-Score oder die Beschreibung im Kontext Ihrer gesamten kardiovaskulären Risikofaktoren einordnet und entscheidet, ob eine Cholesterinbehandlung, weitere Herzuntersuchungen oder Lebensstiländerungen sinnvoll sind. In der Regel ist dies für sich genommen kein dringlicher Befund und erfordert keinen Besuch in der Notaufnahme. Suchen Sie jedoch sofort ärztliche Hilfe bei Brustschmerzen, Druckgefühl oder Enge im Brustkorb, besonders in Verbindung mit Atemnot, Schweißausbrüchen oder Schmerzen, die in Arm oder Kiefer ausstrahlen, da dies auf einen möglichen Herzinfarkt hindeuten kann, unabhängig von einem früheren Kalkbefund.

Ein anschauliches Bild

Stellen Sie sich die Herzkranzgefäße als Rohre vor, an deren Innenwänden sich über viele Jahre mineralische Ablagerungen bilden können, ähnlich wie Kalk in einer alten Wasserleitung. Dieser Kalk lässt sich mit dem CT gut aufspüren, weil er sich so deutlich vom umliegenden Weichgewebe abhebt. Etwas Kalk zu finden bedeutet nicht, dass das Rohr heute verstopft ist, doch je mehr davon vorhanden ist, desto eher deutet das darauf hin, dass sich das Rohr über die Zeit allmählich verengt hat – genau die Information, die Ärzte nutzen, um zu entscheiden, wie vorausschauend gehandelt werden sollte.

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