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Conus medullaris

Also called: Conus, Markkegel, Rückenmarksende, Rückenmarkskegel, Rückenmarksspitze, kegelförmiges Rückenmarksende

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Was es bedeutet

Das Rückenmark verläuft durch den schützenden knöchernen Wirbelkanal, erstreckt sich aber nicht über die gesamte Länge des Rückens. Bei Erwachsenen verjüngt es sich zu einer kegelförmigen Spitze, dem Conus medullaris, typischerweise etwa auf Höhe des ersten oder zweiten Lendenwirbels, ungefähr auf Höhe der unteren Rippen. Unterhalb dieses Punktes enthält der Wirbelkanal weiterhin ein lockeres Bündel von Nervenwurzeln, das an einen Pferdeschwanz erinnert – daher der Name Cauda equina für diesen unteren Abschnitt. Der Conus medullaris ist schlicht die Bezeichnung für die eigentliche Spitze des Rückenmarks, dort, wo es endet.

Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht

Bei jeder Bildgebung der unteren Wirbelsäule vermerken Radiologen, wo der Conus medullaris endet, und beschreiben seine Form und sein Signal. Befunde formulieren typischerweise etwa: „Der Conus endet auf Höhe L1/L2 und zeigt regelrechtes Signal und regelrechte Morphologie“, was schlicht bestätigt, dass sich das Rückenmark dort verjüngt, wo es erwartet wird, und strukturell unauffällig erscheint. Das wird bei nahezu jeder MRT der Lendenwirbelsäule routinemäßig geprüft, unabhängig vom Anlass der Untersuchung, da Höhe und Erscheinungsbild des Conus ein nützlicher anatomischer Orientierungspunkt und ein Indikator für die allgemeine Gesundheit des Rückenmarks sind.

Was es normalerweise bedeutet

In den allermeisten Befunden wird der Conus medullaris schlicht als normal beschrieben, endend auf typischer Höhe mit unauffälliger Form und Signal. Das ist ein beruhigender, erwarteter Befund, der keine weiteren Maßnahmen erfordert. Gelegentlich vermerkt der Befund, dass der Conus tiefer als üblich liegt (sogenannter Tiefstand oder gebundener/„tethered“ Conus) oder eine Veränderung von Signal oder Form beschreibt – das sind die Befunde, die eine weitere Besprechung nach sich ziehen, da sie mit der Entwicklung des Rückenmarks oder mit Druck auf nahegelegene Nerven zusammenhängen können. Für sich genommen ist die bloße Benennung des Conus und seiner Höhe eine Routineangabe zur Anatomie und kein Hinweis auf ein Problem.

Wann Sie es abklären lassen sollten

Wird der Conus medullaris in Ihrem Befund als normal beschrieben, ist für diese konkrete Angabe keine weitere Abklärung nötig. Vermerkt der Befund eine ungewöhnlich tiefe Lage, eine Signalveränderung oder einen möglichen gebundenen Conus (Tethered Cord), besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt, der gegebenenfalls einen Neurologen oder Neurochirurgen hinzuzieht, um den Befund im Zusammenhang mit Ihren Beschwerden einzuordnen. Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe bei neu auftretender Beinschwäche, Taubheitsgefühl an Innenschenkeln oder Leiste oder Verlust der Blasen- oder Darmkontrolle, da diese auf Druck auf das untere Rückenmark oder die Nervenwurzeln hindeuten und eine dringende Abklärung erfordern können.

Ein anschauliches Bild dafür

Stellen Sie sich ein dickes, isoliertes Kabel vor, das durch ein schützendes Rohr verläuft und sich auf halber Strecke allmählich zu einer feinen Spitze verjüngt, wie die Spitze eines Pinsels. Unterhalb dieses Punktes gibt es statt eines dicken Kabels einen lockeren Fächer einzelner Drähte, die zu ihren jeweiligen Zielen auseinanderlaufen. Der Conus medullaris ist genau diese sich verjüngende Spitze, und der Befund bestätigt lediglich, dass sie an der erwarteten Stelle spitz zuläuft und wie eine normale, gesunde Verjüngung aussieht – nicht gezogen, verdickt oder verändert.

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