Steißbein
Also called: Coccygis, Coccyx, Os coccygis, Steißbeinspitze, unterste Wirbelsäule
Was der Begriff bedeutet
Das Steißbein (Coccyx) ist der medizinische Name für die unterste Spitze der Wirbelsäule, die kleine, dreieckige Struktur knapp unterhalb des Kreuzbeins. Es besteht aus drei bis fünf kleinen Wirbelchen, die in der Regel miteinander verschmolzen sind. Mehrere Muskeln und Bänder des Beckenbodens setzen daran an, und es hilft beim Sitzen und Zurücklehnen die Last zu verteilen.
Warum es im CT-, MRT- oder Röntgenbericht erscheint
Radiologinnen und Radiologen beschreiben das Steißbein bei der Beurteilung seiner Form, Neigung und Ausrichtung sowie bei der Suche nach Frakturen oder Luxationen nach einem Sturz auf das Gesäß oder einer harten Landung. Sie vermerken, ob es normal gebogen ist oder in einem Winkel steht, der Schmerzen verursachen könnte, und ob Herde im Knochen vorliegen. Die Nennung des Steißbeins verweist auf die unterste Spitze der Wirbelsäule.
Was der Befund in der Regel bedeutet
Die meisten Berichte nennen das Steißbein, um den Ort eines Befundes zu bezeichnen; das Wort allein gibt keinen Anlass zur Besorgnis. Beruhigende Formulierungen sind intakt und regelrechte Ausrichtung. Am häufigsten kommt es nach einem Sturz auf das Gesäß zur Sprache, manchmal durch eine Prellung, Fraktur oder Teilverrenkung. Dieser Zustand, Coccydynie genannt, ist schmerzhaft, heilt aber in der Regel über Wochen bis Monate mit einem Sitzkissen, Schmerztherapie und Geduld – meist ohne Operation. Berichte können auch eine natürlich angulierte oder gebogene Steißbeinform vermerken, was eine normale Variante ist. Aufmerksamkeit verdienen Fraktur, Verrenkung oder ein Herd im Knochen. Das Wort ist letztlich eine Ortsangabe; die Bedeutung liegt im dazugehörigen Befund und seinen Zusammenhang mit Ihren Beschwerden.
Wann Sie einen Termin vereinbaren sollten
Der Begriff allein erfordert keine Maßnahme. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt nach dem jeweiligen Befund. Steißbeinschmerzen nach einem Sturz werden in der Regel mit einem Sitzkissen, Schmerztherapie und Schonung behandelt – auch bei einem kleinen Bruch. Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe, wenn die Schmerzen stark sind und nicht nachlassen oder wenn neue Taubheitsgefühle im Bereich des Gesäßes oder der Leiste, Beinmuskelschwäche oder Veränderungen der Blasen- oder Darmkontrolle auftreten.
Ein anschauliches Bild zum Verständnis
Stellen Sie sich die kleine, spitz zulaufende Spitze am Ende eines gebogenen Gehstocks vor – das letzte Stückchen ganz am Ende. Ihr Steißbein ist diese abschließende Spitze der Wirbelsäule. Man wird sich seiner sehr bewusst, wenn man ausrutscht und hart auf dem Gesäß landet, denn genau dann trägt es die volle Aufprallkraft – und genau dann taucht es im Befundbericht auf.
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