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Cholesteatom

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Also called: Cholesteatom des Ohrs, Epidermoidzyste des Ohrs, Mittelohrcholesteatom, Perlgeschwulst, cholesteatom des mittelohrs, chronisches Cholesteatom

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Was es bedeutet

Ein Cholesteatom ist eine ungewöhnliche Ansammlung von Hautzellen, die dort wächst, wo sie nicht hingehört: im Mittelohr, dem kleinen luftgefüllten Raum direkt hinter dem Trommelfell. Trotz des Namens handelt es sich weder um einen Fett- oder Cholesterintumor noch um Krebs; es besteht aus demselben Zelltyp, der auch den äußeren Gehörgang auskleidet, jedoch in einer Tasche eingeschlossen, wo sich diese Zellen in Schichten aufbauen, statt sich normal abzuschilfern, wodurch eine langsam wachsende Masse entsteht.

Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht

Die CT des Felsenbeins ist die Standardmethode zur Abklärung eines vermuteten Cholesteatoms, da sie feinste Knochenstrukturen hervorragend darstellt. Der Befund beschreibt in der Regel eine Weichgewebeverdichtung im Mittelohr oder in den dahinterliegenden Mastoidzellen und vermerkt vor allem, ob umgebender Knochen bereits angegriffen wurde – insbesondere die kleinen Gehörknöchelchen, der knöcherne Kanal des Gesichtsnervs oder die dünne Knochenschicht, die das Ohr vom Gleichgewichtsorgan oder vom Gehirn trennt. Ergänzend wird manchmal eine MRT eingesetzt, vor allem mit einer speziellen Sequenz, die hilft, ein Cholesteatom von einfacher Flüssigkeit oder Narbengewebe zu unterscheiden, und die auch aufzeigen kann, ob nach einer früheren Operation ein Rückfall aufgetreten ist.

Was es normalerweise bedeutet

Cholesteatome entstehen meist infolge chronischer Ohrentzündungen, einer schlecht belüfteten Paukenhöhle oder eines Risses beziehungsweise Einziehung des Trommelfells, wobei manche bereits von Geburt an vorhanden sind (kongenitales Cholesteatom). Unbehandelt streut das Wachstum nicht im Körper wie ein Krebs, dehnt sich aber innerhalb des engen Raums des Ohrs stetig aus und kann dabei jeden Knochen angreifen, der ihm im Weg liegt. Das kann zu Hörverlust, chronischem Ohrenausfluss oder wiederkehrenden Infektionen, Schwindel bei Beteiligung des Gleichgewichtsorgans und in fortgeschrittenen oder unbehandelten Fällen zu einer Schwäche des Gesichtsnervs oder, selten, zu einer Ausbreitung in Richtung Gehirn führen. Wie viel Anlass zur Sorge besteht, hängt stark von der Größe und der Nähe zu diesen empfindlichen Strukturen ab.

Wann Sie es abklären lassen sollten

Ein Cholesteatom sollte von einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt beurteilt werden, idealerweise mit Erfahrung in der Ohrchirurgie, und im Allgemeinen eher früher als später, da es unbehandelt zum Weiterwachsen neigt. Die operative Entfernung ist die Standardbehandlung; sie zielt darauf ab, das ungewöhnliche Gewebe zu beseitigen, das Hörvermögen zu schützen und weitere Knochenzerstörung zu verhindern. Da ein Rückfall gelegentlich vorkommt, sind Kontrolluntersuchungen oder eine geplante zweite Kontrolloperation danach üblich. Suchen Sie zeitnah ärztliche Hilfe bei zunehmendem Ohrausfluss, neuem Schwindel, Gesichtsschwäche oder einer plötzlichen Hörveränderung, da dies darauf hindeuten kann, dass das Wachstum benachbarte Strukturen beeinträchtigt.

Ein anschauliches Bild dafür

Stellen Sie sich eine kleine Tasche vor, die sich in einer Wand bildet, in der abgestorbene Hautschuppen nicht abtransportiert werden, sondern sich Schicht um Schicht ansammeln – wie ein langsam wachsender Schneeball, der sich in eine enge Ecke presst. Während der Ball wächst, drückt er nach außen auf alles, was ihm im Weg liegt, und mit genügend Zeit kann er sich regelrecht durch die Wand fressen. Im Ohr ist diese Wand der empfindliche Knochen, der Hör- und Gleichgewichtsstrukturen schützt – deshalb wollen Ärzte die Tasche entfernen, bevor sie groß genug wird, um dauerhaften Schaden anzurichten.

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