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Chiari-Malformation

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Also called: Arnold-Chiari-Malformation, Chiari Typ I, Chiari-I-Malformation, Kleinhirntonsillenektopie, Tonsillenherniation, tief stehende Kleinhirntonsillen

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Was es bedeutet

Das Kleinhirn liegt hinten im Kopf und hilft, Bewegung und Gleichgewicht zu koordinieren. Normalerweise liegt es vollständig innerhalb des Schädels, oberhalb einer Öffnung an dessen Basis, dem sogenannten Foramen magnum, wo das Gehirn in das Rückenmark übergeht. Bei einer Chiari-Malformation ragen die untersten Ränder des Kleinhirns – die Kleinhirntonsillen – durch diese Öffnung in den oberen Wirbelkanal hinein. Das Ausmaß dieses Tiefstands wird meist in Millimetern gemessen, und wie weit die Tonsillen hineinreichen und ob sie benachbarte Strukturen bedrängen, bestimmt, wie bedeutsam der Befund einzuschätzen ist.

Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht

Die MRT von Gehirn oder Halswirbelsäule zeigt dies am besten, da sie die Kleinhirntonsillen und den Raum um das Rückenmark detailliert darstellt. Der Befund gibt in der Regel das Ausmaß des Tonsillentiefstands unterhalb des Foramen magnum an und vermerkt, ob die umgebenden Flüssigkeitsräume beengt sind, ob eine begleitende flüssigkeitsgefüllte Höhle im Rückenmark (eine sogenannte Syrinx) vorliegt oder ob Hinweise auf einen gestörten Fluss des Nervenwassers bestehen. Radiologen unterscheiden die Formen nach Schweregrad und danach, ob weitere Auffälligkeiten an Gehirn oder Wirbelsäule vorliegen.

Was es normalerweise bedeutet

Typ I, die mildeste und mit Abstand häufigste Form, wird oft zufällig entdeckt, und ein geringer Tonsillentiefstand – selbst wenige Millimeter – kann eine normale Variante ohne jede klinische Bedeutung sein, besonders bei Kindern, deren Schädel noch wächst. Wenn tatsächlich Beschwerden auftreten, äußern sie sich typischerweise als Kopfschmerzen im Hinterkopf, die sich bei Husten, Niesen oder Pressen verstärken, begleitet von Nackenschmerzen, Schwindel oder Kribbeln und Taubheitsgefühl in den Armen. Ausgeprägtere Formen oder solche mit begleitender Syrinx oder Bedrängung des Hirnstamms bedürfen eher weiterer Aufmerksamkeit. Typ II und andere, komplexere Formen sind andere, deutlich bedeutsamere Erkrankungen, die meist bereits im Säuglingsalter festgestellt werden, oft zusammen mit einer Spina bifida.

Wann Sie es abklären lassen sollten

Einen kleinen Zufallsbefund ohne passende Beschwerden kann man in der Regel einfach beim nächsten Routinetermin ansprechen, und ein Facharzt wird häufig nicht mehr als eine gelegentliche Kontrolle empfehlen. Lassen Sie sich zügiger untersuchen, wenn Sie das oben beschriebene typische Kopfschmerzmuster haben oder neue beziehungsweise sich verschlechternde neurologische Symptome wie Arm- oder Beinschwäche, Taubheitsgefühl, Gleichgewichtsprobleme oder Schluckbeschwerden auftreten, da diese eine Überweisung an einen Neurologen oder Neurochirurgen für eine umfassendere Beurteilung rechtfertigen, die eine Verlaufskontrolle oder, seltener, eine Operation zur Entlastung an der Schädelbasis umfassen kann.

Ein anschauliches Bild dafür

Stellen Sie sich die Schädelbasis als Türöffnung zwischen zwei Räumen vor, wobei das Kleinhirn eigentlich bequem im oberen Raum bleiben soll. Bei einer Chiari-Malformation hängt der untere Rand dieser Struktur leicht durch diese Türöffnung in den darunterliegenden Raum hinab. Ein geringfügiges Durchhängen mit reichlich Platz ringsherum verursacht meist keine Probleme; erst wenn die Türöffnung zu eng wird und das Gewebe gedrückt oder eingeklemmt wird, beginnt es, den Fluss von Flüssigkeit und Nervensignalen zwischen den beiden Räumen zu beeinträchtigen.

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