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Zerebrale Mikroblutung

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Also called: Mikroblutung im Gehirn, Mikroblutungen des Gehirns, Mikrohämorrhagie, Mikrohämorrhagien, kleine Hirnblutung, punktförmige Hirnblutung, zerebrale Mikroblutungen

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Was es bedeutet

Eine zerebrale Mikroblutung ist eine sehr kleine Ablagerung von Blutabbauprodukten, meist unter fünf bis zehn Millimeter groß, die von einer winzigen, unbemerkten Sickerblutung aus einem kleinen Gefäß tief im Hirngewebe zurückbleibt. Anders als eine Hirnblutung von schlaganfallartigem Ausmaß ist eine Mikroblutung für sich genommen nie groß genug, um im Moment ihres Auftretens ein spürbares Symptom auszulösen. Entdeckt wird sie nur, weil die MRT empfindlich genug ist, um die feine Eisenspur aufzuspüren, die die kleine Blutung hinterlässt.

Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht

Mikroblutungen sind auf einem gewöhnlichen CT und selbst auf einer Standard-MRT praktisch unsichtbar; sie zeigen sich deutlich nur in speziellen Gradientenecho- oder suszeptibilitätsgewichteten MRT-Sequenzen, die gezielt auf den Nachweis kleinster Eisenmengen ausgelegt sind. Der Befund beschreibt die Anzahl der gefundenen Mikroblutungen und vor allem ihre Lage, denn das Verteilungsmuster ist aussagekräftig: Mikroblutungen, die sich in der äußeren grauen Substanz und der Hirnrinde häufen, deuten auf einen bestimmten zugrunde liegenden Prozess hin (die zerebrale Amyloidangiopathie), während Mikroblutungen tief in den zentralen Hirnstrukturen eher auf chronischen Bluthochdruck hinweisen, der die kleinen Gefäße betrifft. Der Radiologe nutzt mitunter ein standardisiertes Zähl- und Kartierungssystem, um das Ausmaß präzise zu beschreiben.

Was es normalerweise bedeutet

Zerebrale Mikroblutungen sind mit zunehmendem Alter häufig und finden sich bei einer nennenswerten Zahl gesunder älterer Menschen, wenn empfindlich genug gemessen wird; ihre Häufigkeit steigt ab dem 60. Lebensjahr stetig an. Eine einzelne Mikroblutung bei einem älteren Menschen ist oft schlicht ein Zeichen der gewöhnlichen Alterung der kleinen Gefäße und stellt für sich genommen keine Diagnose einer Erkrankung dar. Eine größere Anzahl von Mikroblutungen oder ein Muster, das sich in den oberflächlichen Hirnschichten konzentriert, erregt mehr Aufmerksamkeit, da Studien hier einen Zusammenhang mit einem höheren Risiko für eine spätere Hirnblutung und, in manchen Untersuchungen, einem leicht erhöhten Risiko für einen kognitiven Abbau im Zeitverlauf gezeigt haben. Der Befund ist ein Risikomarker, der in das größere klinische Gesamtbild einfließt, kein eigenständiges Urteil über die Hirngesundheit.

Wann Sie es abklären lassen sollten

Besprechen Sie diesen Befund mit Ihrem Arzt, besonders wenn eine blutverdünnende Medikation für Sie infrage kommt, denn ein hohes Ausmaß an Mikroblutungen kann neben dem Risiko eines gerinnselbedingten Schlaganfalls in diese Entscheidung einfließen. Eine gute Blutdruckeinstellung ist eine der wirksamsten Maßnahmen, um die Neubildung von Mikroblutungen im Laufe der Zeit zu verlangsamen. Ihr Arzt wird möglicherweise auch nach Veränderungen bei Gedächtnis, Gleichgewicht oder Denkvermögen fragen, da ein deutliches Ausmaß an Mikroblutungen manchmal im Zusammenhang mit solchen Symptomen bewertet wird. Vereinzelte Mikroblutungen bei beschwerdefreien Personen erfordern in der Regel eine Anpassung des Lebensstils und der Gefäßrisikofaktoren, keine dringende Behandlung.

Ein anschauliches Bild dafür

Stellen Sie sich einen Gartenschlauch mit einem haarfeinen Loch vor, das so winzig ist, dass nur ein oder zwei Tropfen entweichen, bevor es sich von selbst wieder verschließt. Während es passiert, würden Sie das Leck nie bemerken, aber wenn Sie später genau hinsehen, finden Sie einen kleinen feuchten Fleck auf dem Boden, der exakt markiert, wo es passiert ist. Eine zerebrale Mikroblutung ist genau dieser feuchte Fleck: der Beweis, dass ein sehr kleines Gefäß irgendwann ein paar Tropfen durchgelassen hat, ohne dass das umliegende Hirngewebe dieses Ereignis jemals als Symptom registriert hätte.

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