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Kleinhirnbrückenwinkel

Also called: KHBW, Kleinhirnbrückenwinkelregion, Kleinhirnbrückenwinkelzisterne, Region des Akustikusneurinoms, pontozerebelläre Zisterne

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Was es bedeutet

Dabei handelt es sich nicht um ein eigenständiges Organ, sondern um einen dreieckigen, flüssigkeitsgefüllten Raum tief an der Schädelbasis, jeweils einer auf jeder Seite, in dem Kleinhirn, Hirnstamm und der knöcherne Kanal mit den Hör- und Gleichgewichtsnerven aufeinandertreffen. Der Raum ist mit Hirnwasser (Liquor) gefüllt und wird von mehreren Hirnnerven durchzogen, allen voran dem Nerv für Hören und Gleichgewicht sowie dem Nerv für die Gesichtsbeweglichkeit.

Weil hier mehrere wichtige Nerven auf ihrem Weg vom Hirnstamm zum Innenohr durch einen engen Raum verlaufen, achten Radiologen besonders darauf, sobald Hörverlust, Ohrgeräusche, Gesichtsbeschwerden oder Gleichgewichtsstörungen eine MRT des Gehirns oder der Innenohrstrukturen erforderlich machen.

Warum es im CT- oder MRT-Bericht auftaucht

Die MRT ist das beste Verfahren zur Beurteilung dieser Region, da sie die kleinen Nerven und jedes Weichteilwachstum vor dem hellen, umgebenden Liquor weit besser darstellt als das CT. Sie wird gezielt und eigens untersucht, sobald bei einem Patienten ein einseitiger Hörverlust, ein anhaltender einseitiger Tinnitus oder Symptome des Gesichtsnervs auftreten, denn diese Region ist der häufigste Ausgangspunkt für einen gutartigen Tumor namens Akustikusneurinom (vestibuläres Schwannom). Der Befund beschreibt, ob dieser Raum auf beiden Seiten symmetrisch und frei erscheint oder ob eine Raumforderung, eine Asymmetrie oder eine Nervenverdickung vorliegt.

Was es normalerweise bedeutet

Ein normales, beidseits symmetrisches Erscheinungsbild ist der häufigste und beruhigendste Befund. Wird hier eine Raumforderung gefunden, handelt es sich in der großen Mehrzahl um gutartige Akustikusneurinome – langsam wachsende Tumoren der Nervenscheide des Hör-/Gleichgewichtsnervs, die nicht bösartig sind und sich nicht im übrigen Körper ausbreiten, aber allmählich auf den Hörnerv und bei größerer Ausdehnung auch auf Hirnstamm oder Kleinhirn drücken können. Andere, seltenere Befunde in diesem Raum sind Meningeome (Tumoren der Hirnhaut), Epidermoidzysten oder, selten, andere Neubildungen; das genaue Erscheinungsbild in der MRT hilft in der Regel, zwischen diesen Möglichkeiten zu unterscheiden. Symptome, die mit Problemen in dieser Region einhergehen, umfassen typischerweise einen allmählichen einseitigen Hörverlust, Ohrgeräusche auf einer Seite, Gangunsicherheit oder, seltener, Taubheitsgefühl oder Schwäche im Gesicht.

Wann eine Abklärung sinnvoll ist

Wird diese Region als normal beschrieben, ist keine weitere Maßnahme diesbezüglich nötig. Wird eine Raumforderung gefunden, erfolgt in der Regel eine Überweisung an einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder Neurochirurgen mit Erfahrung bei diesen Tumoren; viele kleine, langsam wachsende Akustikusneurinome werden einfach mit regelmäßigen MRT-Kontrollen überwacht statt sofort behandelt, während größere Tumoren gezielte Bestrahlung oder eine Operation erfordern können. Suchen Sie bei plötzlichem Hörverlust, neuer Gesichtsschwäche oder -taubheit oder einer raschen Veränderung des Gleichgewichts zeitnah ärztliche Hilfe auf, da diese unabhängig von der zugrunde liegenden Ursache eine rasche Abklärung verdienen.

Ein anschauliches Bild

Man kann sich diesen Raum wie einen ruhigen Gebirgspass vorstellen, durch den mehrere wichtige Telefonleitungen (die Hirnnerven) nebeneinander von einer zentralen Vermittlungsstelle (dem Hirnstamm) zu einem entlegenen Außenposten (dem Innenohr) verlaufen. Solange der Pass offen und frei bleibt, übertragen die Leitungen ihre Signale für Hören, Gleichgewicht und Gesichtsbewegung ungestört. Wächst in diesem engen Pass etwas langsam heran, kann es allmählich auf eine oder mehrere dieser Leitungen drücken – deshalb behalten Ärzte diese kleine, aber wichtige Kreuzung so genau im Blick.

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