Handwurzelknochen
Also called: Handgelenkknochen, Kahnbein, Karpalknochen, Os carpi, Ossa carpi
Was der Begriff bedeutet
Die Handwurzelknochen (Ossa carpi) sind eine Gruppe aus acht kleinen Knochen, die das Handgelenk bilden. Sie sitzen in zwei Reihen zwischen den Unterarmknochen und den Mittelhandknochen. Jeder hat einen eigenen Namen; gemeinsam bilden sie eine bewegliche Brücke, die es dem Handgelenk erlaubt, sich vor- und rückwärts zu beugen, seitlich zu neigen und zur Drehung des Unterarms beizutragen. Sie bilden außerdem einen Kanal, durch den Sehnen und ein wichtiger Nerv in die Hand verlaufen.
Warum es im CT-, MRT- oder Röntgenbericht erscheint
Radiologinnen und Radiologen benennen die Handwurzelknochen oder einen bestimmten einzelnen Knochen, um auf das Handgelenk hinzuweisen. Ein Sturz auf die ausgestreckte Hand kann einen davon brechen; ein bestimmter Knochen – das Kahnbein (Os scaphoideum) daumenseitig – ist bekannt dafür, häufig zu brechen und langsam zu heilen. Berichte können eine Fraktur, den Abstand und die Ausrichtung der Knochen zueinander, Verschleißzeichen an den Gelenken oder Flüssigkeit und Schwellung beschreiben. Die Nennung eines Handwurzelknochens markiert genau die Stelle im Handgelenk.
Was der Befund in der Regel bedeutet
In den meisten Berichten ist Handwurzelknochen lediglich eine Ortsangabe für das Handgelenk. Das Wort allein bedeutet nicht, dass etwas nicht stimmt; die Knochen werden häufig als normal, intakt oder mit nur leichtem Verschleiß beschrieben. Wenn ein Befund vorliegt, handelt es sich häufig um etwas Bekanntes: eine Fraktur nach einem Sturz, leichte Arthrose an den kleinen Handgelenken oder eine verheilte alte Verletzung. Manche Handwurzelbrüche, insbesondere des Kahnbeins, werden sorgfältig beobachtet, weil die Blutversorgung des Knochens die Heilung erschweren kann; sie werden daher manchmal vorsichtig behandelt, selbst wenn der Bruch klein wirkt. Die meisten anderen Befunde werden mit einer Schiene, Ruhigstellung oder einer handchirurgischen Fachkraft behandelt.
Wann Sie einen Termin vereinbaren sollten
Der Begriff allein erfordert keine Maßnahme. Achten Sie auf das, was der Bericht beschreibt: eine Fraktur (besonders des Kahnbeins), einen vergrößerten Abstand zwischen Knochen oder Gelenkverschleiß mit Beschwerden. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, ob eine Schiene, ein Gips oder eine handchirurgische Vorstellung sinnvoll ist – besonders bei Schmerzen an der Daumenwurzel nach einem Sturz. Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe, wenn das Handgelenk nicht belastbar ist, sichtbar verformt ist oder taubes Gefühl auftritt.
Ein anschauliches Bild zum Verständnis
Stellen Sie sich eine Hand voll glatter Kieselsteine vor, die fest in zwei Reihen an der Handgelenksbasis aneinandergepackt sind und dabei sanft aneinander gleiten. Das sind Ihre Handwurzelknochen. Gemeinsam verwandeln sie ein starres Gelenk in ein geschmeidiges, das sich biegen, neigen und drehen kann. Zur genauen Ortsangabe nennt die Radiologin oder der Radiologe einen bestimmten Kiesel statt des gesamten Handgelenks.
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