Spinale Enge
WarningAlso called: Einengung des Wirbelkanals, Rückenmarkskanal Verengung, Spinalkanalstenose, Wirbelkanalstenose, lumbale Stenose, zentrale Stenose, zervikale Stenose
Was es bedeutet
Die Wirbelsäule besteht aus übereinander gestapelten Wirbelknochen, von denen jeder eine zentrale Öffnung hat. Diese Öffnungen bilden zusammen einen langen Kanal – den Wirbelkanal –, der das Rückenmark und die davon abgehenden Nervenwurzeln beherbergt. Von einer spinalen Enge sprechen Radiologen, wenn dieser Kanal enger ist als erwartet und den darin verlaufenden Nerven zu wenig Platz lässt.
Warum es im CT- oder MRT-Bericht erscheint
Im Befund werden üblicherweise die Höhe (z. B. L4/5 oder HWK 5/6), der Schweregrad (leicht, mäßig, ausgeprägt) und – sofern erkennbar – die Ursache angegeben. Häufige Ursachen sind vorgewölbte oder vorgefallene Bandscheiben, die den Kanal von vorne einengen, verdickte Bänder von hinten, knöcherne Anbauten durch Arthrose sowie ein Wirbelgleiten. Der Radiologe kann auch zwischen zentraler Spinalkanalstenose (Hauptkanal) und foraminaler Stenose (seitliche Ausgänge, durch die jede Nervenwurzel die Wirbelsäule verlässt) unterscheiden.
Was es normalerweise bedeutet
Eine leichte Einengung ist ab der Lebensmitte sehr verbreitet, und viele Betroffene haben sie ohne jegliche Beschwerden – der Bildbefund allein stellt keine Diagnose. Eine mäßige bis ausgeprägte Enge geht häufiger mit echten Problemen einher: Rückenschmerzen, die sich beim Vornüberbeugen oder Sitzen bessern, Schmerzen oder Schweregefühl in den Beinen nach kurzem Gehen (sogenannte neurogene Claudicatio), Kribbeln oder Taubheit sowie im Halsbereich Schmerzen oder Ungeschicklichkeit in den Händen. Eine ausgeprägte Enge mit neu aufgetretener Schwäche, Blasen- oder Darmproblemen oder zunehmender Gangunsicherheit wird dringend behandelt, weil das Rückenmark selbst unter Druck geraten kann. Entscheidend für die Therapie ist das Zusammenspiel von Bildbefund und tatsächlichen Beschwerden – nicht das Bild allein.
Wann sollten Sie zum Arzt gehen
Besprechen Sie den Befund mit Ihrem Arzt, wenn eine mäßige oder ausgeprägte Enge beschrieben wird – besonders bei Bein- oder Armschmerzen beim Gehen oder Bewegen, Taubheit, Schwäche oder Gleichgewichtsproblemen. Behandelt wird zunächst konservativ: Physiotherapie, entzündungshemmende Medikamente, Haltungskorrektur und Geduld. Infiltrationen und Operationen kommen erst bei ausgeprägten, fortschreitenden oder therapierefraktären Beschwerden infrage. Plötzliche Schwäche, Verlust der Blasen- oder Darmkontrolle oder Taubheit im Genitalbereich sind Notfallzeichen – sofort in die Notaufnahme.
Wie man es sich vorstellen kann
Stellen Sie sich einen Gartenschlauch vor, der durch einen Stapel Donuts verläuft. Normalerweise richten sich die Löcher sauber aus, und der Schlauch passt locker hindurch. Wenn die Donuts dicker werden – an Teig zulegen, nach innen sacken oder leicht versetzt aufeinander liegen –, wird das Loch kleiner und beginnt, den Schlauch einzuklemmen. Leichtes Einengen bleibt oft unbemerkt; stärkeres Einengen schränkt den Durchfluss ein, und man merkt es weiter unten.
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