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Gutartige Prostatavergrößerung (BPH)

Normal

Also called: BPH, Prostatahyperplasie, Prostatavergrößerung, benigne Prostatahyperplasie, gutartige Prostatahyperplasie, gutartige Prostatavergrößerung, vergrößerte Prostata

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Was bedeutet das?

Die Prostata ist eine kleine Drüse, die direkt unterhalb der Blase liegt und die Harnröhre umschließt, durch die der Urin den Körper verlässt. Die benigne Prostatahyperplasie, kurz BPH, bezeichnet schlicht das Wachstum dieser Drüse im Laufe der Zeit, weil die Zahl der Zellen in ihrem Inneren zunimmt. „Benigne“ bedeutet gutartig, also kein Krebs, und „Hyperplasie“ steht einfach für eine Vermehrung von Zellen. Es handelt sich um eine äußerst häufige Veränderung, keine Erkrankung im Sinne einer Infektion oder eines Tumors.

Warum steht das im CT- oder MRT-Befund?

Radiologinnen und Radiologen vermerken eine Prostatavergrößerung, wenn eine Becken- oder Bauchaufnahme zufällig die Drüse mit abbildet, selbst wenn das nicht der eigentliche Grund für die Untersuchung war. Der Befund gibt meist eine geschätzte Größe oder ein Volumen an und beschreibt häufig eine symmetrische Vergrößerung – das typische Muster bei BPH, im Gegensatz zu einem unregelmäßigen oder einseitigen Bereich, der eine genauere Abklärung nach sich ziehen würde. Oft wird dies als Zufallsbefund aufgeführt, also als beiläufige Beobachtung und nicht als eigentlicher Grund der Untersuchung.

Was bedeutet das in der Regel?

Eine Prostatavergrößerung wird mit jedem Lebensjahrzehnt nach dem 40. Lebensjahr häufiger, und im Alter von 60 oder 70 Jahren zeigt die überwiegende Mehrheit der Männer zumindest ein gewisses Ausmaß davon. Da die Drüse die Harnröhre umschließt, kann eine größere Prostata diesen Kanal allmählich einengen – deshalb geht BPH oft mit Wasserlassbeschwerden einher: ein schwächerer Harnstrahl, häufigerer Harndrang (besonders nachts), das Gefühl einer unvollständigen Blasenentleerung oder leichtes Pressen beim Wasserlassen. Viele Männer mit einer im Bild vergrößerten Prostata haben kaum oder gar keine Beschwerden, und die im Scan sichtbare Größe entspricht nicht immer dem tatsächlichen Ausmaß der Probleme. BPH erhöht nicht das Risiko für Prostatakrebs – beides wird getrennt beurteilt.

Wann sollte man das abklären lassen?

Bei Wasserlassbeschwerden – schwacher Harnstrahl, häufiges nächtliches Aufstehen, Harndrang oder das Gefühl unvollständiger Entleerung – lohnt sich ein Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt, da es wirksame Medikamente und bei Bedarf auch Eingriffe gibt, die helfen können. Eine beiläufig im Scan entdeckte BPH ohne Beschwerden erfordert meist gar keine Behandlung. Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe, wenn Sie plötzlich gar nicht mehr Wasser lassen können, Blut im Urin bemerken oder zusätzlich zu den Wasserlassbeschwerden Schmerzen, Fieber oder Schüttelfrost auftreten – das muss zeitnah abgeklärt werden.

Ein anschauliches Bild dafür

Stellen Sie sich einen Gartenschlauch vor, der genau durch die Mitte einer Orange verläuft. Wächst die Orange mit den Jahren langsam weiter, drückt ihr Fruchtfleisch von allen Seiten auf den Schlauch und verengt so nach und nach den Durchfluss – obwohl der Schlauch selbst völlig intakt ist. Die Prostata wächst auf ganz ähnliche, allmähliche und rundum gleichmäßige Weise um die Harnröhre herum, weshalb sich vor allem der Harnfluss verändert, während an der Drüse selbst kein Schaden entsteht.

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