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Avaskuläre Nekrose (Osteonekrose)

Urgent

Also called: Hüftkopfnekrose, Knochennekrose, Osteonekrose, aseptische Knochennekrose, avaskuläre Femurkopfnekrose, avaskuläre Nekrose des Hüftkopfs, ischämische Knochennekrose

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Was es bedeutet

Knochen ist lebendes Gewebe, das sich ständig erneuert, und wie jedes lebende Gewebe braucht er eine gleichmäßige Blutversorgung für Sauerstoff und Nährstoffe. Bei einer avaskulären Nekrose, auch Osteonekrose genannt, wird die Blutversorgung eines Knochenabschnitts unterbrochen oder stark eingeschränkt. Ohne Nährstoffzufuhr sterben die Knochenzellen in diesem Bereich ab, und der Knochen verliert nach und nach an Festigkeit und Struktur. Am häufigsten betroffen ist die Hüfte (der Hüftkopf, die Kugel am oberen Ende des Oberschenkelknochens), aber auch Knie, Schulter oder andere Gelenke können betroffen sein.

Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht

Das MRT ist das empfindlichste Verfahren, um eine avaskuläre Nekrose zu erkennen — es zeigt Veränderungen oft schon, bevor sie im Röntgenbild sichtbar wären, manchmal sogar bevor Beschwerden auftreten. Befunde beschreiben typischerweise einen klar abgegrenzten Bereich im Knochen, häufig nahe einer Gelenkfläche, mit einem charakteristischen bandförmigen Rand, der abgestorbenen von gesundem Knochen trennt. Im weiteren Verlauf kann der Befund eine Abflachung oder einen Einbruch der Knochenoberfläche beschreiben oder darauf hinweisen, dass auch der darüberliegende Gelenkknorpel betroffen ist. Häufig werden Stadieneinteilungen verwendet, um den Fortschritt der Veränderungen zu beschreiben — von frühen Veränderungen im Knochenmark bis zu späterem Einbruch und Gelenkschaden.

Was es normalerweise bedeutet

Für eine avaskuläre Nekrose gibt es mehrere bekannte Ursachen: langfristige Kortisontherapie, hoher Alkoholkonsum, bestimmte Bluterkrankungen, vorangegangene Verletzungen oder Brüche nahe einem Gelenk sowie die Dekompressionskrankheit gehören zu den häufigsten. In manchen Fällen lässt sich keine klare Ursache finden. In frühen Stadien haben viele Betroffene gar keine oder nur leichte Beschwerden, und der Befund wird eher zufällig entdeckt. Schwächt sich der betroffene Knochen weiter, entwickeln sich meist Schmerzen bei Belastung, und bricht die Knochenoberfläche ein, kann dies zu Gelenkschäden und Arthrose führen. Die Prognose hängt stark davon ab, wie früh die Nekrose erkannt wird und wie ausgedehnt sie ist — kleinere, frühe Herde lassen sich deutlich besser behandeln, ohne dass ein Gelenkersatz nötig wird.

Was als Nächstes zu tun ist

Jeder neu festgestellte Befund einer avaskulären Nekrose sollte mit einem Orthopäden besprochen werden, idealerweise mit Erfahrung in gelenkerhaltender Therapie. Frühe Stadien werden oft engmaschig beobachtet oder mit Maßnahmen behandelt, die den Druck auf den Knochen verringern und die Durchblutung fördern sollen, manchmal auch mit einem Eingriff namens Kerndekompression (Core Decompression). Fortgeschrittenere Stadien, besonders nach einem Einbruch des Knochens, erfordern häufig eine Operation, die von einer Knochentransplantation bis zum teilweisen oder vollständigen Gelenkersatz reichen kann. Wenn Sie langfristig Kortison einnehmen oder Risikofaktoren haben und neue Gelenkschmerzen bemerken, sprechen Sie zeitnah mit Ihrem Arzt, statt abzuwarten.

Ein anschauliches Bild

Stellen Sie sich einen Gartenbereich vor, der von einem einzigen unterirdischen Rohr mit Wasser versorgt wird. Wird dieses Rohr blockiert, sterben die Pflanzen in diesem Beet nicht sofort ab — aber ohne Wasser welken sie allmählich, der Boden darunter verliert seine Struktur, und irgendwann kann dieses Stück Erde einbrechen. Der Rest des Gartens, weiterhin von funktionierenden Rohren versorgt, bleibt gesund. Wird die Blockade früh erkannt und die Wasserzufuhr wiederhergestellt, stehen die besten Chancen, dieses Beet zu retten, bevor es einbricht.

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