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Atrophie

Also called: Gewebsschwund, Gewebsverlust, Organatrophie, Schrumpfung, Verschmälerung, Volumenverlust, atrophische Veränderung

Was es bedeutet

Der Begriff beschreibt eine Struktur, die im Vergleich zu dem, was in ihrem Ausmaß erwartet würde, kleiner geworden ist. Die Zellen im Inneren sind entweder kleiner, weniger zahlreich oder beides. Es handelt sich um einen strukturellen Befund, keine Diagnose. Nahezu jedes Gewebe kann schrumpfen – Gehirn, Muskeln, Nieren, Schilddrüse, Hoden, Eierstöcke oder Speicheldrüsen – und die Ursache hängt davon ab, welches Gewebe betroffen ist, wie ausgedehnt die Veränderung ist und welche Vorerkrankungen bestehen.

Warum es im CT- oder MRT-Bericht erscheint

Im Befund werden die betroffene Struktur, die Frage, ob die Veränderung generalisiert (das gesamte Organ kleiner) oder fokal (nur ein Teil) ist, sowie ein Vergleich mit der Gegenseite oder mit Voraufnahmen beschrieben. Beim Gehirn finden sich Begriffe wie kortikal, zentral, hippocampal oder zerebellär; der Radiologe kommentiert auch, ob der Befund dem Alter entspricht. Bei Muskeln wird häufig eine fettige Umwandlung angegeben; bei Nieren eine Rindenverschmälerung; bei Drüsen eine Volumenminderung. Das Muster lässt oft klarere Rückschlüsse auf die Ursache zu als das Wort allein.

Was es normalerweise bedeutet

Ein mäßiger generalisierter Volumenschwund des Gehirns ist ab dem mittleren Lebensalter häufig und wird oft als altersgemäß eingestuft. Ein ausgeprägter oder in einem bestimmten Muster auftretender Schwund kann zu Erkrankungen wie der Alzheimer-Demenz, einer frontotemporalen Demenz, langjähriger Mikroangiopathie oder früheren Verletzungen passen. Muskelatrophie kann nach Ruhigstellung, Nervenschäden, chronischen Erkrankungen oder bei neuromuskulären Erkrankungen auftreten. Eine Nierenatrophie ist häufig Folge einer langanhaltenden Durchblutungsstörung, einer Abflussstörung oder früherer Infektionen. Drüsenatrophie kann auf Autoimmunerkrankungen, Behandlungsfolgen oder altersbedingten Rückgang zurückgehen. Der Befund allein beantwortet die Frage nach der Ursache selten – dafür braucht es die Krankengeschichte, Laborwerte und ggf. weiterführende Bildgebung. Viele Volumenschwundbefunde sind stabil, langfristig vorhanden und nicht der Grund für aktuelle Beschwerden; sie tauchen als Begleitbefund auf Untersuchungen auf, die aus einem anderen Grund durchgeführt wurden.

Wann sollten Sie zum Arzt gehen

Bringen Sie den Befund zusammen mit Ihren Beschwerden zum Arzt – Gedächtnisveränderungen, Schwäche, Taubheit, Gewichtsverlust, Erschöpfung oder Veränderungen beim Wasserlassen. Mild altersgemäße Befunde erfordern in der Regel kein dringendes Handeln. Sprechen Sie früher mit Ihrem Arzt, wenn der Schwund als nicht altersgerecht, fokal in einem besorgniserregenden Muster, in Verlaufsuntersuchungen zunehmend oder begleitet von alltagsrelevanten Beschwerden beschrieben wird. Rascher neu auftretender Muskelschwund, plötzliche kognitive Veränderungen oder eine schrumpfende Niere mit auffälligen Laborwerten verdienen eine zeitnahe Abklärung.

Wie man es sich vorstellen kann

Stellen Sie sich einen Schwamm vor, der lange Zeit an der Luft gelegen hat. Mit der Zeit verliert er langsam an Volumen – die Form ist noch erkennbar, aber er liegt kleiner im selben Raum. Ein gewisses Austrocknen mit dem Alter ist normal. Ein deutlicherer Schwund oder ein Schwund auf nur einer Seite lässt vermuten, dass der Schwamm irgendwo aufgehört hat, Feuchtigkeit zu bekommen, oder weniger von seiner Aufgabe erledigt. Das Muster zeigt Ihnen, welche Fragen als nächstes gestellt werden sollten.

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