Aszites
WarningAlso called: Abdominalerguss, Bauchhöhlenerguss, Bauchwasser, Flüssigkeit im Bauchraum, Peritonealerguss, Wassereinlagerung im Bauch, freie Flüssigkeit im Bauch
Was es bedeutet
Im Bauchraum befindet sich ein dünner, glatter Spaltraum – die Peritonealhöhle –, der Darm, Leber und andere Organe umhüllt. Normalerweise enthält er nur einen Teelöffel Gleitflüssigkeit. Wenn diese Menge zunimmt, sammelt sich die überschüssige Flüssigkeit in den tiefsten Abschnitten des Bauchraums und zwischen den Organen. Im CT oder MRT erscheint sie als dunkle Flüssigkeit, die sich zwischen die Darmschlingen schiebt und der Bauchwandinnenseite aufliegt.
Warum es im CT- oder MRT-Bericht erscheint
Im Befund werden die Menge (geringfügig, gering, mäßig oder ausgeprägt), die Verteilung (frei verschieblich oder in Kammern aufgeteilt, d. h. lokuliert) und ggf. das Aussehen der Flüssigkeit beschrieben – ob sie klar und wasserartig oder verdickt und komplex wirkt. Der Radiologe vermerkt häufig auch Begleitbefunde: eine geschrumpfte oder höckrige Leber, erweiterte Venen, eine vergrößerte Milz oder verdickte Darmwände. Jeder dieser Hinweise hilft, die Ursache einzugrenzen.
Was es normalerweise bedeutet
Die häufigste Ursache bei Erwachsenen ist eine chronische Lebererkrankung – eine Leberzirrhose erhöht den Druck in den Venen, die den Darm drainieren, wodurch Flüssigkeit in die Bauchhöhle gepresst wird. Herzinsuffizienz, Nierenerkrankungen und schwere Mangelernährung können über andere Mechanismen denselben Effekt haben. Weniger häufig, aber wichtig sind Bauchfellmetastasen, Infektionen, Tuberkulose oder eine Bauchspeicheldrüsenentzündung. Eine kleine freie Flüssigkeitsmenge im Becken einer Frau im gebärfähigen Alter kann zum Zeitpunkt des Eisprungs ein Normalbefund sein. Menge und Aussehen der Flüssigkeit sowie die Begleitbefunde zeigen meist deutlich auf eine dieser Ursachen hin; zur Sicherung der Diagnose ist jedoch häufig eine Flüssigkeitsprobe (Punktion) erforderlich.
Wann sollten Sie zum Arzt gehen
Sprechen Sie zeitnah mit Ihrem Arzt über den Befund – besonders wenn eine mäßige oder große Menge beschrieben wird oder wenn Vorerkrankungen der Leber, des Herzens oder der Nieren bestehen. Ein Spannungsgefühl oder sichtbare Schwellung des Bauches, unerklärliche Gewichtszunahme, Atemnot im Liegen, Beinschwellungen, Fieber oder neu aufgetretene starke Bauchschmerzen sind Warnsignale, die noch am selben Tag ärztlich abgeklärt werden sollten. Die Flüssigkeit selbst ist selten gefährlich – entscheidend ist die Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankung.
Wie man es sich vorstellen kann
Stellen Sie sich den Bauch als verschlossenen Plastikbeutel vor, in dem die Organe ordentlich verpackt sind und eine dünne Feuchtigkeitsschicht dafür sorgt, dass alles reibungslos gleitet. Nun tropft langsam Wasser aus einem nahegelegenen Rohr in den Beutel. Die Organe schwimmen weiterhin an ihrem Platz, aber der Beutel wölbt sich, wirkt schwer und drückt nach außen. Die Flüssigkeit ist im Bild leicht zu sehen – die schwierigere Frage ist stets: Wo kommt das Leck her?
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