Appendizitis (Blinddarmentzündung)
UrgentAlso called: Blinddarmentzündung, Wurmfortsatzentzündung, akute Appendizitis, entzündeter Wurmfortsatz, geplatzter Blinddarm, perforierte Appendizitis
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Was es bedeutet
Der Wurmfortsatz, umgangssprachlich oft als "Blinddarm" bezeichnet, ist ein schmales, fingerförmiges Anhängsel, das am Anfang des Dickdarms im rechten Unterbauch abzweigt. Eine Appendizitis entsteht, wenn die Öffnung des Wurmfortsatzes verstopft wird – häufig durch einen kleinen, verhärteten Stuhlbrocken, geschwollenes lymphatisches Gewebe oder gelegentlich eine Gewebsneubildung – wodurch Schleim und Bakterien darin eingeschlossen werden. Der eingeschlossene Inhalt führt zu einem Druckanstieg, die Wand entzündet sich und schwillt an, und mit der Zeit kann die Durchblutung des Gewebes beeinträchtigt werden.
Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht
Die CT ist bei Erwachsenen mit Bauchschmerzen die gebräuchlichste Methode, um eine Appendizitis zu bestätigen, da ein entzündeter Wurmfortsatz typische Merkmale zeigt: Er erscheint vergrößert (meist über 6-8 Millimeter im Durchmesser), mit verdickter, entzündeter Wand, umgebendem, unscharf-verdichtetem Fettgewebe als Zeichen der Entzündung und manchmal einem sichtbaren Verschlussstein, dem sogenannten Appendikolithen. Der Befund kann außerdem freie Flüssigkeit, einen Abszess oder Hinweise auf einen bereits erfolgten Durchbruch vermerken – all das beeinflusst, wie dringlich der Befund behandelt werden muss.
Was es normalerweise bedeutet
Die Appendizitis gilt als zeitkritischer chirurgischer Notfall, da ein entzündeter Wurmfortsatz unbehandelt durchbrechen kann, wodurch sich die Infektion in den Bauchraum ausbreitet und die schwerwiegendere Bauchfellentzündung (Peritonitis) entsteht. Typischerweise beginnt der Schmerz in der Nabelgegend und wandert im Verlauf mehrerer Stunden in den rechten Unterbauch, oft begleitet von Appetitlosigkeit, Übelkeit und leichtem Fieber – wobei das Bild vor allem bei Kindern, älteren Menschen und Schwangeren auch anders aussehen kann. Die Behandlung besteht meist in der operativen Entfernung des Wurmfortsatzes (Appendektomie), wobei manche unkomplizierten Fälle ohne Durchbruch zunehmend allein mit Antibiotika unter engmaschiger ärztlicher Kontrolle behandelt werden.
Wann Sie das abklären lassen sollten
Eine im Bildgebung entdeckte Appendizitis ist ein dringlicher Befund, der noch am selben Tag ärztlich versorgt werden muss, falls Sie nicht bereits in einer Notaufnahme untersucht werden. Bei zunehmenden Schmerzen im rechten Unterbauch, Fieber, Erbrechen oder Schmerzen, die sich bei Bewegung oder Husten verstärken, suchen Sie umgehend eine Notaufnahme auf, statt das Gespräch darüber auf später zu verschieben. Wurde die Bildgebung wegen anhaltender Beschwerden veranlasst, wird das Behandlungsteam in der Regel noch am selben Tag eine chirurgische Vorstellung und Behandlung organisieren, da eine Verzögerung das Risiko eines Durchbruchs erhöht.
Ein anschauliches Bild
Stellen Sie sich den Wurmfortsatz als schmale Sackgasse vor, die von einer belebten Straße abzweigt und nur eine einzige Einfahrt hat. Verstopft etwas – ein kleiner Schmutzbrocken – diese Einfahrt, kann nichts mehr abfließen, und in der Sackgasse baut sich Druck auf. Bakterien, die sonst harmlos durchziehen würden, beginnen sich im eingeschlossenen Bereich zu vermehren, und die Wände der Sackgasse schwellen unter dem Druck an und entzünden sich. Bleibt das unbehandelt, können die Wände irgendwann nachgeben und der eingeschlossene Inhalt in die umliegende Nachbarschaft übertreten – genau deshalb handeln Ärztinnen und Ärzte hier so zügig, sobald dies erkannt wird.
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