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Aerobronchogramm

Also called: Aerobronchogramm-Zeichen, Air-Bronchogramm, Bronchogramm, Luftbronchogramm, Luftbronchogramm-Zeichen

Was der Begriff bedeutet

Die Lungen sind von unzähligen verzweigten Röhrchen durchzogen, die Luft ein- und ausleiten. Normalerweise sind diese Röhrchen im Bild nicht sichtbar, weil sie von ebenfalls luftgefülltem Gewebe umgeben sind – kein Kontrast, keine Darstellung. Ein Aerobronchogramm entsteht, wenn das schwammartige Lungengewebe um diese Röhrchen herum mit Flüssigkeit, Eiter oder Entzündungszellen aufgefüllt wird und dadurch heller erscheint. Die noch immer luftgefüllten Röhrchen heben sich dann als dunkle Äste von diesem helleren Hintergrund ab – ähnlich wie Baumäste vor einem hellen, dunstigen Himmel.

Warum es im CT-, MRT- oder Röntgenbericht erscheint

Radiologinnen und Radiologen vermerken dieses Zeichen, wenn sie dunkle, luftgefüllte Atemwege erkennen, die durch einen heller erscheinenden Lungenbereich verlaufen. Es ist ein hilfreicher Hinweis, da es zeigt, dass das Problem im Lungengewebe selbst liegt und nicht im Raum um die Lunge herum. Im Bericht steht das Aerobronchogramm häufig neben Begriffen wie Verschattung, Konsolidierung oder Infiltrat; zudem wird oft der betroffene Lungenlappen benannt.

Was der Befund in der Regel bedeutet

Ein Aerobronchogramm ist ein beschreibendes Zeichen, keine eigenständige Diagnose. Für sich genommen ist es in der Regel beruhigend bezüglich der Art des zugrundeliegenden Prozesses. Bei weitem die häufigste Ursache ist eine Lungenentzündung, bei der infizierte Flüssigkeit die Lungenbläschen füllt, während die größeren Atemwege offen bleiben. Weitere häufige Ursachen sind eine Flüssigkeitsstauung bei Herzinsuffizienz (Lungenödem), Aspiration oder Bereiche kollabierter Lunge, die sich wieder entfaltet haben. Seltener tritt das Zeichen bei entzündlichen Lungenerkrankungen oder bestimmten langsam wachsenden Tumoren auf. Entscheidend sind stets das Gesamtbild, Ihre Beschwerden, Laborwerte und das Verhalten des betroffenen Bereichs im Verlauf. Die meisten infektionsbedingten Fälle klären sich mit Behandlung und einer Kontrollaufnahme.

Wann Sie einen Termin vereinbaren sollten

Liegt dieses Zeichen in einem Bereich, den der Bericht als Konsolidierung oder Pneumonie bezeichnet, und haben Sie Husten, Fieber oder Atemnot, wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt die Ursache behandeln und eine Kontrolluntersuchung planen. Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe bei hohem Fieber, zunehmender Atemnot, Bluthusten oder atemabhängigen Brustschmerzen. Eine Kontrollaufnahme einige Wochen nach der Behandlung ist üblich, um sicherzustellen, dass der Bereich sich aufgelöst hat; ein persistierender Herd verdient eine genauere Abklärung.

Ein anschauliches Bild zum Verständnis

Stellen Sie sich einen kahlen Baum gegen einen nebligen weißen Himmel vor. Bei klarem blauen Himmel fallen die kahlen Äste kaum auf. Dichter Nebel dahinter lässt jeden Zweig scharf und dunkel hervortreten. Die Äste sind Ihre Atemwege, der Nebel ist die Flüssigkeit oder die Zellen, die das Lungengewebe um sie herum füllen. An den Ästen selbst hat sich nichts verändert – nur der Hintergrund ist heller geworden.

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