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Nebenniere

Also called: Drüse über der Niere, Glandula suprarenalis, Nebennieren, Nebennierendrüse, Nebennierenmark, Nebennierenrinde

Was es bedeutet

Im Körper gibt es zwei dieser Drüsen, je eine auf der Oberseite der rechten und der linken Niere. Sie sind klein – etwa so groß wie eine Walnuss –, leisten aber Erstaunliches: Sie produzieren Kortisol (ein Stresshormon), Aldosteron (das den Salz- und Blutdruckhaushalt steuert), geringe Mengen an Geschlechtshormonen sowie Adrenalin. Im CT oder MRT sind sie als schmale, umgekehrte V- oder Y-förmige Strukturen über den Nieren im Oberbauch erkennbar.

Warum es im CT- oder MRT-Bericht erscheint

Radiologen erwähnen diese Drüse, sobald sie nicht mehr schmal und glatt wirkt. Am häufigsten ist ein kleiner Knoten, der zufällig auf einer aus einem anderen Grund veranlassten Untersuchung gefunden wurde – man spricht dann von einem Inzidentalom. Im Befund werden die betroffene Seite, die Größe in Millimetern, die Form, die Dichte (in Hounsfield-Einheiten im CT) oder das Signalverhalten (im MRT) sowie die Frage angegeben, ob der Knoten fetthaltig oder solide ist. Anhand dieser Merkmale lässt sich ein gutartiger Knoten von einem abklärungsbedürftigen unterscheiden.

Was es normalerweise bedeutet

Ein Zufallsbefund an der Nebenniere gehört zu den häufigsten Befunden moderner Schnittbilddiagnostik – schätzungsweise bei einem von zwanzig Erwachsenen findet sich ein solcher Knoten, mit zunehmendem Alter häufiger. Die beruhigende Nachricht: Die große Mehrzahl sind gutartige, hormoninaktive Knoten, sogenannte Adenome. Zwei Merkmale sprechen deutlich für einen gutartigen Befund: kleine Größe (unter etwa 4 cm) und ein fettreiches, niedrigdichtes Erscheinungsbild im CT. Zur weiteren Abklärung gehören meist wenige Hormon-Bluttests, um auszuschließen, dass der Knoten unbemerkt überschüssige Hormone produziert, sowie gelegentlich eine Verlaufskontrolle nach 6 bis 12 Monaten. Bei größeren, dichteren, wachsenden oder hormonaktiven Knoten ist in der Regel ein Hormonspezialist (Endokrinologe) in die Weiterbetreuung einzubeziehen.

Wann sollten Sie zum Arzt gehen

Wenn der Befund einen Knoten beschreibt, ist eine Routinevorstellung beim Arzt angezeigt – kein Notfall. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Größe, Dichtewert und ob einige einfache Hormontests sinnvoll sind. Folgende Beschwerden sind erwähnenswert: schwer einstellbarer Bluthochdruck, ungeklärte Gewichtszunahme am Rumpf bei gleichzeitig dünnen Armen und Beinen, blaue Flecken ohne erkennbare Ursache, Muskelschwäche, Herzrasen mit Schweißausbrüchen oder ein auffällig niedriges Kalium in früheren Blutuntersuchungen. Ein Knoten ohne diese Begleitsymptome und mit gutartigem Erscheinungsbild benötigt oft nichts weiter als eine einmalige Kontrolle.

Wie man es sich vorstellen kann

Stellen Sie sich jede Niere als bohnenförmiges Organ im hinteren Bauchraum vor, auf dem ein kleines dreieckiges Käppchen sitzt – das ist die Nebenniere. Winzig, aber sie ist die Steuerzentrale für Stress und Salzhaushalt des Körpers. Ein kleiner Knoten auf dem Käppchen ist ein bisschen wie ein aufgenähter Flicken – meist harmlos und dekorativ, gelegentlich aber etwas, das der Arzt vor einer Entscheidung genauer unter die Lupe nehmen möchte.

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