Schultersteife (Frozen Shoulder)
WarningAlso called: Frozen Shoulder, Kapselschrumpfung der Schulter, Periarthritis humeroscapularis, Schulterkapselfibrose, Schultersteife-Syndrom, eingefrorene Schulter
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Was es bedeutet
Die adhäsive Kapsulitis, fast ausschließlich als Frozen Shoulder bezeichnet, entsteht, wenn die flexible Kapsel rund um das Schultergelenk sich entzündet, verdickt und zusammenzieht. Statt sich bei Bewegung des Arms elastisch mitzudehnen, wird die Kapsel steif und vernarbt, sodass das Gelenk physisch nicht mehr seinen vollen Bewegungsumfang erreichen kann, egal wie sehr die Muskeln sich anstrengen. Es handelt sich um ein Problem der Gelenkkapsel selbst, nicht der Knochen, des Knorpels oder der Rotatorenmanschettensehnen, die auf demselben Bild normal aussehen können.
Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht
Die MRT ist das bildgebende Verfahren, das eine Frozen Shoulder am ehesten direkt zeigt, da sie die verdickte Gelenkkapsel und den verengten Recessus axillaris erfassen kann – eine normalerweise lockere Gewebefalte an der Unterseite des Gelenks –, die kennzeichnend für diese Erkrankung ist. Befunde können eine Kapselverdickung, den Verlust des normalen axillären Recessus oder eine Kontrastmittelanreicherung des korakohumeralen Bandes und des Rotatorenintervalls beschreiben. CT und Röntgen sind für diese Weichteilveränderungen weniger empfindlich, werden aber manchmal genutzt, um andere Ursachen einer steifen, schmerzhaften Schulter wie Arthrose oder eine Fraktur auszuschließen.
Was es meistens bedeutet
Die Frozen Shoulder verläuft typischerweise in drei ineinander übergehenden Phasen, die insgesamt ein bis drei Jahre dauern können: eine schmerzhafte "Einfrierphase", in der die Beweglichkeit zunehmend eingeschränkt wird, eine "gefrorene" Phase, in der der Schmerz oft nachlässt, die Steifheit aber ausgeprägt bleibt, und eine "Auftauphase", in der die Beweglichkeit allmählich zurückkehrt. Sie tritt häufiger bei Menschen zwischen 40 und 60 Jahren, bei Frauen sowie bei Menschen mit Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen auf und kann einer Phase der Schulterruhigstellung folgen, etwa nach einer Verletzung, Operation oder einem Schlaganfall. Die gute Nachricht: Die große Mehrheit der Fälle bessert sich schließlich auch ohne Operation, auch wenn die Genesung langsam verlaufen kann und die Schulter möglicherweise nie ganz dieselbe Beweglichkeit wie zuvor zurückgewinnt.
Wann man sich melden sollte
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn eine Schultersteife alltägliche Bewegungen wie Überkopfgreifen, das Erreichen des Rückens oder das Einsteigen ins Auto einschränkt, besonders wenn sich dies über Wochen statt über Tage aufgebaut hat. Eine frühzeitige Behandlung mit Physiotherapie, entzündungshemmenden Medikamenten oder einer Kortisoninjektion kann die schmerzhafte Phase verkürzen und die Beweglichkeit erhalten, weshalb eine frühzeitige Abklärung meist besser wirkt als Abwarten. Suchen Sie zeitnah ärztliche Hilfe, wenn die Steifheit einer Verletzung folgt, mit Fieber einhergeht oder von deutlicher Schwellung begleitet wird, da diese Anzeichen auf eine andere Ursache hindeuten, die eine eigene Abklärung erfordert.
Ein anschauliches Bild dafür
Stellen Sie sich die Schulterkapsel als dehnbaren Stoffärmel vor, der das Gelenk umschließt und normalerweise locker genug sitzt, damit der Arm frei in jede Richtung schwingen kann. Bei der Frozen Shoulder schrumpft und versteift dieser Ärmel wie ein Stoff, der zu heiß getrocknet wurde, sodass sich der Arm darunter nur noch so weit bewegen lässt, wie der Stoff es zulässt. Genauso wie eingelaufener Stoff sich durch sanftes, wiederholtes Dehnen über die Zeit wieder lockern kann, entspannt sich die Kapsel bei der Frozen Shoulder schrittweise über ihre Phasen hinweg, und die Beweglichkeit kehrt allmählich zurück.
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