Achillessehnentendinopathie
NormalAlso called: Achillessehnenentzündung, Achillodynie, Tendinopathie der Achillessehne, chronische Achillessehnendegeneration, insertionale Achillessehnenreizung, Überlastungsschaden Achillessehne
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Was es bedeutet
Achillessehnentendinopathie beschreibt Veränderungen innerhalb der Achillessehne – der dicken, kräftigen Sehne, die die Wadenmuskulatur mit dem Fersenbein verbindet –, die durch wiederholte Belastung über längere Zeit entstehen und nicht durch ein einzelnes Ereignis. Statt der klassischen Entzündung zeigen Bildgebung und Gewebeuntersuchungen unregelmäßig verlaufende, verdickte Sehnenfasern, die weniger geordnet sind als normales Sehnengewebe, dazu wachsen kleine Blutgefäße in Bereiche ein, die normalerweise gefäßfrei sind. Betroffen sein kann entweder der mittlere Abschnitt der Sehne, einige Zentimeter oberhalb der Ferse, oder der untere Abschnitt am Ansatz des Fersenbeins, die sogenannte insertionale Achillessehnentendinopathie, die sich etwas anders verhält und häufig mit einem knöchernen Vorsprung an der Fersenrückseite zusammenhängt.
Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht
MRT und Ultraschall sind die wichtigsten Verfahren zur Beurteilung der Achillessehne, da sie Weichteildetails zeigen, die Röntgen und CT nicht erfassen können. Ein Befund mit Hinweis auf eine Tendinopathie beschreibt in der Regel eine Verdickung der Sehne, veränderte Signalintensität oder Textur als Zeichen unregelmäßiger Faserstruktur und mitunter Flüssigkeit um die Sehne herum. Bei der insertionalen Form kann die Bildgebung zusätzlich einen Fersensporn oder eine Reizung des benachbarten Schleimbeutels zeigen. Radiologen unterscheiden die Tendinopathie, die Degeneration und Verdickung widerspiegelt, von einem Teil- oder Komplettriss, der eine deutlichere strukturelle Unterbrechung darstellt, da beide unterschiedlich behandelt werden.
Was es meistens bedeutet
Die Achillessehnentendinopathie ist sehr häufig, besonders bei Läufern, bei Menschen, die ihr Aktivitätsniveau kürzlich gesteigert oder ihr Schuhwerk gewechselt haben, sowie generell ab der Lebensmitte, wenn Sehnen mit dem Alter naturgemäß etwas an Elastizität verlieren. Sie entwickelt sich meist schleichend, mit Schmerzen oder Steifheit an der Rückseite des Knöchels, die typischerweise morgens oder zu Beginn einer Belastung am stärksten sind, sich mit Bewegung etwas bessern, danach aber wiederkehren. Die meisten Fälle bessern sich ohne Operation. Die am besten untersuchte Behandlung ist ein strukturiertes, schrittweise gesteigertes Belastungsprogramm, häufig mit langsamen Fersenheb- und -senkübungen, das die Sehne dazu anregt, sich über mehrere Monate umzubauen und zu kräftigen. Auch Anpassung der Belastung, geeignetes Schuhwerk und eine schrittweise Rückkehr zum Sport spielen eine wichtige Rolle. Eine kleinere Zahl anhaltender Fälle, insbesondere solche, die nach mehreren Monaten gezielter Übungstherapie nicht ansprechen, kommt gelegentlich für weitere Behandlungsoptionen oder in seltenen Fällen für eine Operation infrage.
Wann man sich melden sollte
Eine geringgradige, langbestehende Verdickung, die zufällig im Rahmen einer Untersuchung entdeckt wird, ohne wesentliche Beschwerden, erfordert in der Regel keine dringende Maßnahme. Suchen Sie einen Arzt oder Physiotherapeuten auf bei anhaltenden Schmerzen, Steifheit oder Schwellung an der Rückseite des Knöchels, besonders wenn diese Ihre Aktivität einschränken oder sich unter Schonung nicht bessern, da eine frühzeitige, angeleitete Übungstherapie meist besser wirkt als Abwarten. Suchen Sie zeitnah ärztliche Hilfe bei plötzlichem, stechendem Schmerz mit einem hör- oder spürbaren Knacken sowie Schwierigkeiten beim Abdrücken des Fußes, da dies eher auf einen Riss als auf eine Tendinopathie hindeutet und dringend abgeklärt werden sollte.
Ein anschauliches Bild dafür
Stellen Sie sich ein dickes Seil aus vielen fest verdrillten Strängen vor. Wiederholte starke Belastung, ohne genügend Erholungszeit dazwischen, kann diese Stränge allmählich auffasern und lockern, sodass das Seil dicker, aber ungeordneter und etwas schwächer wird, ohne dass es tatsächlich durchtrennt ist. Die Achillessehnentendinopathie ist genau dieser schleichende Auffaserungsprozess innerhalb der Sehne – weshalb geduldiges, konsequentes Krafttraining, das den Fasern Zeit gibt, sich neu zu ordnen und aufzubauen, meist besser wirkt als reine Schonung.
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